Nach Tornado: Spezialisten aus St.Ingbert zusammen mit über 40 weiteren THW- Helfern aus dem Saarland auf dem Weg nach Luxemburg

Das THW Saarland entsendet an diesem Montagmorgen (12.08.2019) 45 Helfer aus sechs THW-Ortsverbänden nach Luxemburg. Dort hatte am Wochenende ein verheerender Tornado gewütet. Die Helfer aus dem Saarland werden die Helfer in Luxemburg unter anderem beim Sichern und Reparieren von Gebäuden unterstützen.

Aus dem THW Ortsverband St.Ingbert ist der Baufachberater und ein Trupp aus Spezialisten mit einem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) nach Luxemburg unterwegs. Mit dem ESS werden unter anderem einsturzgefährdete Gebäude überwacht und die Rettungskräfte frühzeitig vor Gefahren gewarnt. Der THW OV IGB verfügt als einziger Ortsverband im Saarland über ein ESS. Damit werden Einsatzstellen überwacht und die Rettungskräfte frühzeitig vor weiteren Gefahren gewarnt. Das ESS erkennt frühzeitig kleinste Veränderungen von Gebäuden durch Messung der Bewegungen. Diese sind häufig so minimal, dass das bloße Auge sie gar nicht wahrnehmen kann.

Insgesamt drei Baufachberater aus dem Saarland sind unterwegs nach Luxemburg. Außerdem Spezialisten und Bergungsgruppen aus folgenden Ortsverbänden: Perl/ Obermosel, Mettlach, St.Wendel, Nohfelden, Saarwellingen, St. Ingbert.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Seine Aufgabe ist der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Jeder THW-Ortsverband steht nicht nur der Stadt/Gemeinde zur Verfügung, in der sich der OV befindet, sondern das THW steht der Bevölkerung in ganz Deutschland und weltweit zur Verfügung. Unter anderem das unterscheidet das THW von der Feuerwehr. Zurzeit verfügt der THW OV IGB über mehr als 100 Mitglieder, 10 Einsatzfahrzeuge, 1 Anhänger für Abstützmaterial / Gerüstbausatz, 1 Notstromaggregat, sowie umfangreiche Zelt-, Beleuchtungs- und Pumpenausstattung. In ganz Deutschland engagieren sich rund 80.000 ehrenamtliche THW-Helferinnen und THW-Helfer in ihrer Freizeit zum Schutz ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger in 668 THW-Ortsverbänden. Diese zu 99 Prozent ehrenamtlich getragene Struktur macht das THW weltweit einzigartig.

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk St. Ingbert üben gemeinsam am alten Hallenbad

St. Ingbert. Die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert Löschbezirk St. Ingbert Mitte und das Technische Hilfswerk Ortsverband St. Ingbert übten gemeinsam am alten Hallenbad in St. Ingbert. Schwerpunkt der gemeinsamen Ausbildung war das Kennenlernen der Arbeitsweisen, Methoden und Geräte der jeweils anderen Hilfsorganisation.

Die Gäste der Gustav-Clauss-Anlage staunten nicht schlecht, als am Dienstagabend um 18.15 Uhr 10 Fahrzeuge von Feuerwehr und THW anrückten und sich rund um das alte Hallenbad positionierten. Grund war kein Notfall, sondern eine gemeinsame Ausbildung von THW und Feuerwehr.

Die Übungsleiter von Feuerwehr und THW hatten 13 Stationen rund um das alte Hallenbad vorbereitet, an denen Aufgaben zu absolvieren waren. Schwerpunkt war, dass Feuerwehrleute und THW-Helfer die Geräte, die Methoden und Arbeitsweisen und die typischen Einsatzabläufe der jeweils anderen Organisation kennenlernen. Für jede Station wurden gemischte Trupps aus Feuerwehrleuten und THW-Helfern gebildet.

Aufgaben waren unter anderem das Aufstauen des Großbachs um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, verschiedene Löschangriffe, das Aufstellen eines Gerüstturms um in das Gebäudeinnere zu gelangen, Verletztenrettung unter Atemschutz oder das Freiräumen von Gebäudezugängen mithilfe der Drehleiter.

Die Übungsleiter zeigten sich am Ende der Ausbildung zufrieden. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW in St. Ingbert funktioniert hervorragend.

THW St. Ingbert beendet Einsatz nach Wohnhausbrand in Neunkirchen

St. Ingbert/Neunkirchen. Das Technische Hilfswerk Ortsverband St. Ingbert (THW OV IGB) beendet seinen Einsatz nach einem Wohnhausbrand in Neunkirchen. Die Bergungsgruppe sowie der Baufachberater des THW OV IGB waren im Einsatz.

Am Sonntagabend um 21.39 Uhr wurde das THW OV IGB zum Wohnhausbrand in der Wellesweilerstraße nach Neunkirchen alarmiert. 11 Helfer machten sich auf den Weg nach Neunkirchen. Aufgabe war es, vor dem Haus einen Turm aus Gerüstmaterial zu bauen, um der Feuerwehr die Löscharbeiten und den Zugang zum Gebäude zu erleichtern. Da der Energieversorger vor dem Haus noch Versorgungsleitungen kappen musste und sich diese Arbeiten als schwierig erwiesen, wurde der Einsatz vorerst beendet. Um 03.40 Uhr am Montagmorgen kehrten die Helfer vorerst wieder nach St. Ingbert zurück.

Nach einer kurzen Nacht wurden die Helfer des THW OV IGB am Montagmorgen um 09.40 Uhr wieder nach Neunkirchen alarmiert. Vor dem Haus wurde nun der Gerüstturm gebaut, um der Feuerwehr und später den Brandermittlern den Zugang zum Gebäude zu ermöglichen.

Auch der Baufachberater des THW OV IGB war in seiner Funktion im Einsatz, um die Standfestigkeit des Gebäudes zu überprüfen, bevor Feuerwehr und Brandermittler das Gebäude betreten konnten. Außerdem war der Pressesprecher des THW OV IGB vor Ort, um die Pressearbeit für die sechs eingesetzten THW-Ortsverbände zu übernehmen.

Später wurde durch die Bergungsgruppe ein Gerüstturm auf der Rückseite des Gebäudes noch um einen Ausleger zum Haus erweitert. Dieser Turm wurden schon in der Nacht von Helfern des THW OV Spiesen-Elversberg gebaut. Am Montagabend um 19.00 wurde der Einsatz für den THW OV IGB beendet.

Am Dienstagabend konnten die Helfer des THW OV IGB zur Einsatzstelle zurückkehren, um das eingesetzte Material rückzubauen und den Einsatz endgültig zu beenden.