Neujahrsempfang beim Technischen Hilfswerk St. Ingbert

Wie auch bereits in den vergangenen Jahren veranstaltete der THW-Ortsverband St. Ingbert wieder seinen traditionellen Neujahrsempfang, bei dem der Ortsbeauftragte Gunnar Klein zahlreiche Gäste aus den eigenen Reihen, den befreundeten Hilfsorganisationen sowie aus Politik und Verwaltung im St. Ingberter Feuerwehrgerätehaus begrüßen durfte.

Der Neujahrsempfang startete mit einem Rückblick in das vergangene Jahr 2019, der den Gästen einen Einblick in die Tätigkeiten des Ortsverbandes St. Ingbert ermöglichte. Insgesamt leisteten die Helferinnen und Helfer des THW Ortsverbandes St. Ingbert 2019 mehr als 23.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit!

Im vergangenen Jahr war das St. Ingberter THW auch für etliche Einsätze gefordert, insbesondere zu größeren Einsätzen nach einem Brand eines Mehrfamilienhauses in Neunkirchen, zu Unwettereinsätzen im St. Ingberter Raum sowie nach dem Tornado in Luxemburg.

Viel Engagement zeigte der Ortsverband bei verschiedenen Hilfeleistungen. So betrieb der Ortsverband beim Saar-Spektakel in Saarbrücken traditionell eine Führungsstelle zur Einsatzleitung und stellte die Kommunikation sicher. Weitere feste Größen im Terminkalender des Ortsverbandes sind die Unterstützung des St. Ingberter Faschingsumzugs sowie bei diversen Veranstaltungen auf der Alm in Landsweiler-Reden.

Ehrungen verdienter Helfer

Der Neujahrsempfang wird immer auch zur Ehrung verdienter Helfer genutzt. Eine besondere Ehrung wurde in diesem Jahr André DiZenzo und Markus Jochum zuteil. Beiden wurde von Reiner Schaadt, dem Leiter der Regionalstelle Saarbrücken, das Ehrenzeichen in Bronze für ihre Verdienste im THW verliehen.

André Di Zenzo ist seit seinem Eintritt in den OV St. Ingbert im Jahr 1996 in zahlreichen Funktionen aktiv. Aktuell begleitet er die Funktion des Ortsjugendbeauftragten und hat zugleich die Funktion des Ortsjugendleiters in der THW-Jugend St. Ingbert inne. Darüber hinaus übte er auch bereits in der Landesjugend verschiedene Funktionen aus und war bei zahlreichen Landes- und Bundesjugendlagern in den Arbeitskreisen eingebunden.

Markus Jochum engagiert sich seit Jahren überdurchschnittlich für den Ortsverband. Dabei übt er nicht nur seine Funktion als Truppführer im Führungs- und Kommunikationstrupp aus, sondern bringt sich in vielfältiger Art und Weise ein. Dabei sei insbesondere sein Talent zur Gestaltung von Veranstaltungen hervorgehoben, das er in den letzten Jahren bei allen wichtigen Feierlichkeiten des Ortsverbandes unter Beweis gestellt hat.

Auch Norbert Bentz wurde eine besondere Ehre zuteil: Für sein langjähriges Engagement in der Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr verlieh ihm Landesbrandinspekteur Timo Meyer das bronzene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande.

Des Weiteren wurden die Helfer, die beim Moorbrand in Meppen im September 2018 im Einsatz waren, mit einer Gedenkmünze des Bundesministeriums der Verteidigung ausgezeichnet. Außerdem erhielten folgende Helfer für ihre Mitgliedschaft im THW Jahresurkunden:

  • Für zehnjährige Mitgliedschaft im THW wurde Christina Reiß geehrt.
  • Für zwanzigjährige Mitgliedschaft im THW wurde Markus Huppert geehrt.
  • Für fünfundzwanzigjährige Mitgliedschaft im THW wurde Stefan Lorenz geehrt.

Großübung “Herbststurm” im Landkreis Neunkirchen

Das Technische Hilfswerk probte den Ernstfall: Im Rahmen einer unangekündigten Großübung wurden unter Beteiligung aller Ortsverbände aus dem Regionalbereich Saarbrücken die Folgen eines Flugzeugabsturzes simuliert.

Am vergangenen Samstag führte das Technische Hilfswerk eine groß angelegte Übung im Landkreis Neunkirchen, primär im Bereich Spiesen-Elversberg, Heinitz und Landsweiler-Reden, durch. Dabei wurde ein Flugzeugabsturz angenommen, als dessen Folge Teile der Infrastruktur der Region beeinträchtigt oder zerstört worden sind.

Neben Gebäudesicherungsmaßnahmen, Personenrettungsmaßnahmen aus beschädigten Gebäuden unter schwierigen Bedingungen, Personensuche und Rettung aus unwegsamen Gelände, sind Bergungsarbeiten als technischer Support für andere Bedarfsträger der örtlichen Gefahrenabwehr zu leisten.

Aus dem Ortsverband St. Ingbert nahmen 20 Helfer an der Übung teil. Sie unterstützten zum einen bei der Personenrettung aus einem beschädigten Gebäude. Außerdem übernahmen Helfer aus der Fachgruppe Führung und Kommunikation die Einsatzabschnittsleitung THW.

Einen gemeinsamen Abschluss fand die Großübung in der Bohrhalle in Landsweiler-Reden. Dort verpflegte die Fachgruppe Logistik die insgesamt rund 250 eingesetzten Helfer mit einem deftigen Essen aus der Feldküche.

THW St. Ingbert demontiert baufällige Fußgängerbrücke am Glashütter Weiher

Seit einiger Zeit war die Fußgängerbrücke am Glashütter Weiher für Spaziergänger gesperrt – die Holzbrücke war morsch und nicht mehr stabil. Das Technische Hilfswerk Ortsverband St. Ingbert (THW OV IGB) hat die Brücke nun demontiert.

Insgesamt acht Helfer des THW OV IGB, darunter der Baufachberater, trafen sich vergangenen Samstag (31.08.), um die baufällige Fußgängerbrücke am Glashütter Weiher zu demontieren.
Zunächst wurden Geländer und Belag der Holzbrücke demontiert und zerkleinert. Dann wurde die Tragkonsruktion abgetragen. Hierbei kam ein Autokran zu Hilfe, der die 5,8 Tonnen schwere Tragkonstruktion anheben konnte.
Beauftragt wurde das THW OV IGB von der Stadtverwaltung. Die Container zur Entsorgung der morschen Holzreste wurden ebenfalls von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt.
Nach acht Stunden war die Fußgängerbrücke schließlich zurückgebaut.

Nach Tornado: Spezialisten aus St.Ingbert zusammen mit über 40 weiteren THW- Helfern aus dem Saarland auf dem Weg nach Luxemburg

Das THW Saarland entsendet an diesem Montagmorgen (12.08.2019) 45 Helfer aus sechs THW-Ortsverbänden nach Luxemburg. Dort hatte am Wochenende ein verheerender Tornado gewütet. Die Helfer aus dem Saarland werden die Helfer in Luxemburg unter anderem beim Sichern und Reparieren von Gebäuden unterstützen.

Aus dem THW Ortsverband St.Ingbert ist der Baufachberater und ein Trupp aus Spezialisten mit einem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) nach Luxemburg unterwegs. Mit dem ESS werden unter anderem einsturzgefährdete Gebäude überwacht und die Rettungskräfte frühzeitig vor Gefahren gewarnt. Der THW OV IGB verfügt als einziger Ortsverband im Saarland über ein ESS. Damit werden Einsatzstellen überwacht und die Rettungskräfte frühzeitig vor weiteren Gefahren gewarnt. Das ESS erkennt frühzeitig kleinste Veränderungen von Gebäuden durch Messung der Bewegungen. Diese sind häufig so minimal, dass das bloße Auge sie gar nicht wahrnehmen kann.

Insgesamt drei Baufachberater aus dem Saarland sind unterwegs nach Luxemburg. Außerdem Spezialisten und Bergungsgruppen aus folgenden Ortsverbänden: Perl/ Obermosel, Mettlach, St.Wendel, Nohfelden, Saarwellingen, St. Ingbert.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Seine Aufgabe ist der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Jeder THW-Ortsverband steht nicht nur der Stadt/Gemeinde zur Verfügung, in der sich der OV befindet, sondern das THW steht der Bevölkerung in ganz Deutschland und weltweit zur Verfügung. Unter anderem das unterscheidet das THW von der Feuerwehr. Zurzeit verfügt der THW OV IGB über mehr als 100 Mitglieder, 10 Einsatzfahrzeuge, 1 Anhänger für Abstützmaterial / Gerüstbausatz, 1 Notstromaggregat, sowie umfangreiche Zelt-, Beleuchtungs- und Pumpenausstattung. In ganz Deutschland engagieren sich rund 80.000 ehrenamtliche THW-Helferinnen und THW-Helfer in ihrer Freizeit zum Schutz ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger in 668 THW-Ortsverbänden. Diese zu 99 Prozent ehrenamtlich getragene Struktur macht das THW weltweit einzigartig.