Einsatz im Zuge der Corona-Pandemie: Kreiskrankenhaus St. Ingbert fordert Unterstützung des THW St.Ingbert

Am Montag, 23. März 2020, waren fünf Helfer des THW Ortsverband St. Ingbert im Einsatz, um am Kreiskrankenhaus St. Ingbert ein Zelt aufzubauen. Dies hatte der Brand- und Katastrophenschutzbeauftragte des Kreiskrankenhauses angefordert. 

Das Zelt soll zur Voruntersuchung von Patienten vor der Aufnahme ins Krankenhaus dienen, so ein Sprecher. 

Vier Helfer des THW St.Ingberts bauten das 10×6 Meter große Zelt, inklusive Zeltbeleuchtung und -heizung auf. Das Zelt wurde am Boden verschraubt und entsprechend gesichert, da es bis auf weiteres dort stehen bleibt.

Das THW steht im Zuge der Corona-Pandemie deutschlandweit im Rahmen seiner Einsatzoptionen bereit. Unsere Einsatzkräfte sind in erhöhter Einsatzbereitschaft und können so auch bundesweit gemeinsam agieren. Unsere Helferinnen und Helfer können dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden, beispielsweise in logistischer Unterstützung, zur Beratung in Krisenstäben, zum Einrichten von Notunterkünften oder zum Stellen und Betreiben von notwendiger Infrastruktur (Strom, Wasser). Unsere einheitliche Ausbildung und standardisierte Ausstattung ermöglicht es uns, dass unsere Einsatzkräfte bundesweit zusammenarbeiten können. Auch wir achten bei unseren Einsätzen natürlich ganz besonders auf Hygienemaßnahmen, um jede/n im THW sowie die Angehörigen und Familien der Helferinnen und Helfer zu schützen.

Bleiben Sie für uns zuhause – wir bleiben für Sie einsatzbereit.

THW Ortsverband St.Ingbert stellt Dienst- und Ausbildungsbetrieb ein – Einsatzfähigkeit ist sichergestellt – Tag der offenen Tür im Mai abgesagt

Das THW St.Ingbert stellt aufgrund der aktuellen Lage im Zuge der Corona-Pandemie den Dienst-und Ausbildungsbetrieb, sowie alle weiteren Gemeinschaftsveranstaltungen, bis auf weiteres ein. Das betrifft auch die THW-Jugend. 

Zu Einsätzen werden die Helferinnen und Helfer wie gewohnt alarmiert. Das THW St.Ingbert hat die Einsatzfähigkeit unseres Ortsverbandes sichergestellt. 

Der Ortsbeauftragte des THW St.Ingberts Gunnar Klein: 

„Käme es in unserem Ortsverband zu einem Corona-Verdachtsfall oder einer Erkrankung, müssten im Zweifel viele unserer Helferinnen und Helfer im Einsatzfall unter Quarantäne zuhause bleiben. Deshalb ist es notwendig „vermeidbare“ Zusammenkünfte der Helferinnen und Helfer, wie zum Beispiel Dienst- oder Ausbildungsveranstaltungen bis auf weiteres abzusagen, um die Einsatzfähigkeit des THW aufrecht zu erhalten.“

Der für den 16. und 17. Mai geplante Tag der offenen Tür des THW St.Ingberts wurde vom Veranstalter, der THW-Helfervereinigung St.Ingbert e.V., ebenfalls im Zuge der Corona-Pandemie  aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Neujahrsempfang beim Technischen Hilfswerk St. Ingbert

Wie auch bereits in den vergangenen Jahren veranstaltete der THW-Ortsverband St. Ingbert wieder seinen traditionellen Neujahrsempfang, bei dem der Ortsbeauftragte Gunnar Klein zahlreiche Gäste aus den eigenen Reihen, den befreundeten Hilfsorganisationen sowie aus Politik und Verwaltung im St. Ingberter Feuerwehrgerätehaus begrüßen durfte.

Der Neujahrsempfang startete mit einem Rückblick in das vergangene Jahr 2019, der den Gästen einen Einblick in die Tätigkeiten des Ortsverbandes St. Ingbert ermöglichte. Insgesamt leisteten die Helferinnen und Helfer des THW Ortsverbandes St. Ingbert 2019 mehr als 23.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit!

Im vergangenen Jahr war das St. Ingberter THW auch für etliche Einsätze gefordert, insbesondere zu größeren Einsätzen nach einem Brand eines Mehrfamilienhauses in Neunkirchen, zu Unwettereinsätzen im St. Ingberter Raum sowie nach dem Tornado in Luxemburg.

Viel Engagement zeigte der Ortsverband bei verschiedenen Hilfeleistungen. So betrieb der Ortsverband beim Saar-Spektakel in Saarbrücken traditionell eine Führungsstelle zur Einsatzleitung und stellte die Kommunikation sicher. Weitere feste Größen im Terminkalender des Ortsverbandes sind die Unterstützung des St. Ingberter Faschingsumzugs sowie bei diversen Veranstaltungen auf der Alm in Landsweiler-Reden.

Ehrungen verdienter Helfer

Der Neujahrsempfang wird immer auch zur Ehrung verdienter Helfer genutzt. Eine besondere Ehrung wurde in diesem Jahr André DiZenzo und Markus Jochum zuteil. Beiden wurde von Reiner Schaadt, dem Leiter der Regionalstelle Saarbrücken, das Ehrenzeichen in Bronze für ihre Verdienste im THW verliehen.

André Di Zenzo ist seit seinem Eintritt in den OV St. Ingbert im Jahr 1996 in zahlreichen Funktionen aktiv. Aktuell begleitet er die Funktion des Ortsjugendbeauftragten und hat zugleich die Funktion des Ortsjugendleiters in der THW-Jugend St. Ingbert inne. Darüber hinaus übte er auch bereits in der Landesjugend verschiedene Funktionen aus und war bei zahlreichen Landes- und Bundesjugendlagern in den Arbeitskreisen eingebunden.

Markus Jochum engagiert sich seit Jahren überdurchschnittlich für den Ortsverband. Dabei übt er nicht nur seine Funktion als Truppführer im Führungs- und Kommunikationstrupp aus, sondern bringt sich in vielfältiger Art und Weise ein. Dabei sei insbesondere sein Talent zur Gestaltung von Veranstaltungen hervorgehoben, das er in den letzten Jahren bei allen wichtigen Feierlichkeiten des Ortsverbandes unter Beweis gestellt hat.

Auch Norbert Bentz wurde eine besondere Ehre zuteil: Für sein langjähriges Engagement in der Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr verlieh ihm Landesbrandinspekteur Timo Meyer das bronzene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande.

Des Weiteren wurden die Helfer, die beim Moorbrand in Meppen im September 2018 im Einsatz waren, mit einer Gedenkmünze des Bundesministeriums der Verteidigung ausgezeichnet. Außerdem erhielten folgende Helfer für ihre Mitgliedschaft im THW Jahresurkunden:

  • Für zehnjährige Mitgliedschaft im THW wurde Christina Reiß geehrt.
  • Für zwanzigjährige Mitgliedschaft im THW wurde Markus Huppert geehrt.
  • Für fünfundzwanzigjährige Mitgliedschaft im THW wurde Stefan Lorenz geehrt.

Großübung “Herbststurm” im Landkreis Neunkirchen

Das Technische Hilfswerk probte den Ernstfall: Im Rahmen einer unangekündigten Großübung wurden unter Beteiligung aller Ortsverbände aus dem Regionalbereich Saarbrücken die Folgen eines Flugzeugabsturzes simuliert.

Am vergangenen Samstag führte das Technische Hilfswerk eine groß angelegte Übung im Landkreis Neunkirchen, primär im Bereich Spiesen-Elversberg, Heinitz und Landsweiler-Reden, durch. Dabei wurde ein Flugzeugabsturz angenommen, als dessen Folge Teile der Infrastruktur der Region beeinträchtigt oder zerstört worden sind.

Neben Gebäudesicherungsmaßnahmen, Personenrettungsmaßnahmen aus beschädigten Gebäuden unter schwierigen Bedingungen, Personensuche und Rettung aus unwegsamen Gelände, sind Bergungsarbeiten als technischer Support für andere Bedarfsträger der örtlichen Gefahrenabwehr zu leisten.

Aus dem Ortsverband St. Ingbert nahmen 20 Helfer an der Übung teil. Sie unterstützten zum einen bei der Personenrettung aus einem beschädigten Gebäude. Außerdem übernahmen Helfer aus der Fachgruppe Führung und Kommunikation die Einsatzabschnittsleitung THW.

Einen gemeinsamen Abschluss fand die Großübung in der Bohrhalle in Landsweiler-Reden. Dort verpflegte die Fachgruppe Logistik die insgesamt rund 250 eingesetzten Helfer mit einem deftigen Essen aus der Feldküche.